SOULFOOD – ICH ESSE, WAS ICH BIN

Warum schmeckt mir das Eine so gut und das Andere überhaupt nicht? Was sagt das über mich aus? Haben Gewürze, Kräuter und Lebensmittel Charaktereigenschaft, die meinen eigenen ähneln? Warum fühlt sich Brei im Mund besser an als Kohlrabi?

In unserem Projekt machen sich die Teilnehmer*Innen auf den Weg, um zu erfahren, was bestimmte Vorlieben für Gewürze, Texturen und Geschmäcker mit ihnen und ihrer Geschichte ganz persönlich zu tun haben. Kräuter, Gewürze und Lebensmittel werden Charaktereigenschaften zugeordnet und so personalisiert, Speisen werden in ihre Bestandteile dekonstruiert und damit nah- und erlebbarer gemacht, fernab von fertig produzierten Mahlzeiten. Neben der Personalisierung von Lebensmitteln wird durch die eigene, konkrete Umsetzung von Lieblingsrezepten und selbst kreierten Rezepten das Bewusstsein für Herstellungsprozesse geschärft und gleichzeitig die sinnliche Erfahrung des Kochens in den Mittelpunkt gestellt, in einer Zeit, in der Essen und Kochen vielmehr funktionalisiert werden. Das Zelebrieren gemeinsamer Mahlzeiten als Kommunikationsprozess soll den Teilnehmer*innen die soziale Bedeutung von Essen über die Sättigung und die sinnliche Erfahrung hinaus nahebringen.
Darüberhinaus werden die Kinder mit veeschiedenen analogen Fototechniken dem essen auf die Spur kommen, es verfremden, unter die Lupe nehmen und dokumentieren. Im Gegensatz zu digitaler Fotografie erfordert diese Technik Sorgfalt, Handwerk und Planung, was den Blick auf das Detail unterstützt. Die Schönheit von Essen wird ausgelotet und damit der Respekt vor und die Bedeutung von Nahrung verstärkt.

Das Projekt findet in der ersten Herbstferienwoche statt.

Wie hört sich Freundschaft an?

webSpätestens mit dem Eintritt in die Pubertät werden Freundschaften immer wichtiger und nehmen viel Zeit, Raum und Gedanken ein. In den Freundschaften wird sich gespiegelt, geht es um Liebe, Eifersucht, Miteinander und Gegeneinander, Vertrauen und verlieren. Wie hört sich Freundschaft an? Die teilnehmenden Kinder setzen sich mit dem Begriff der Freundschaft abstrakt und persönlich auseinander: Sie schreiben und vertonen Gesichte, Geschichten und Szenen, entwickeln, ausgehend von Orten, an denen Freundschaft gefunden wird, einen Hörspaziergang, finden Geräusche und Töne, harmonische und schmerzhafte. Sie lernen, ihre Gefühle und ihre Persönlichkeit auszudrücken, mit künstlerischen Methoden ein scheinbar alltägliches Feld zu erforschen und mit den Ohren wahrzunehmen.
Ein Hörstück von Kindern und Jugendlichen, gefördert von der Aktion Mensch.

Anne KLÄHN

„ when too perfect lieber Gott böse“

dieser weise Spruch des Medienkünstlers Nam June Paik holt mich immer wieder auf den Kern der Dinge zurück. Das eifrige, verbissene Streben nach Perfektion zieht den Zorn der Götter an und lässt einen erstarren. Und die Kinder machen es vor: Die kreativen Arbeiten von Kindern, üben auf mich eine besondere Faszination aus. Möglicherweise liegt das Geheimnis ihres eigentümlichen Charmes in ihrer Begeisterung und dem Zulassen von Entstehen lassen der Dinge. Und nicht nur die Götter mögen das.

Ich habe ursprünglich in Hamburg an der Hochschule für bildende Künste Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt freie Malerei und experimentelle Fotografie (vor der Digitalisierung) studiert, mich am Carmen Oberst Foto College bei Elisabeth Henrichs mit kunstfotografische Edeldruckverfahren und andere kreativen Photoverfahren auseinandergesetzt, habe eine Tochter und bin seit 2009 Mitarbeiterin in der Kreativwerkstatt im Kinder- und Familienzentrum DAS HAUS im Weidenweg/Friedrichshain, führe dort Projekte mit Kitagruppen und Grundschulklassen durch (z. B. Abschiedsprojekte der 6. Klassen, Kinderrechte mit den 4. Klassen und andere zu anderen Themen), leite die Malwerkstatt und gebe Keramikkurse für Kinder.

klaehn@freispieler.org

Angela KROELL

Sich ein Bild machen von seiner Umwelt, eigene Fotospiele entwickeln, Geschichten erfinden und bildhaft darstellen, etwas in den Fokus nehmen, ein abstraktes Thema visuell umsetzen, sind Themen, die Angela Kröll seit vielen Jahren in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und in der Erwachsenenbildung begleiten. Dabei geht es neben der Handhabung der Technik vor allem um die Entwicklung von Ideen und Visionen, die gemeinsame Arbeit in Gruppen, die Auseinandersetzung mit eigenen Sicht- und Sehweisen und denen anderer.

Angela Kröll ist Sozialpädagogin und beschäftigt sich seit langem mit der Fotografie – mit eigenen künstlerischen Projekten, in der medienpädagogischen Arbeit und seit 2004 in ihrer freiberuflichen Tätigkeit in den Bereichen Fotografie und Gestaltung.

www.angela-kroell.de

Petra GIRSCH

.„Ideen Wirklichkeit werden zu lassen, birgt eine große Faszination. Ich mache gern aus einer Mücke einen Elefanten.“

Petra Girsch ist Kulturwissenschaftlerin und  in ihren Projekten und Fähigkeiten breit gefächert: Die Liebe zum Film hat sie in der Filmproduktion arbeiten lassen, die Leidenschaft für Sprache machte sie zur journalistisch arbeitenden Texterin und die Geburt eines Kindes eröffnete eine neue Welt. Den Alltag durch die Augen von Kindern  und Jugendlichen zu betrachten, heißt immer wieder neue Fragen stellen und die Antworten in künstlerischer Arbeit zu suchen. Neugier ist der Motor ihres Handelns.

.In den vergangenen Jahren hat sie zahlreiche Projekte im Bereich „kulturelle Bildung“ realisiert: „Mein Leben am Mauerstreifen“ (2008) und „Warum essen die nichts? Fasten und Feiern“ (2010) wurden ausgezeichnet (Platz für Helden – KiKa/arte,  Hauptpreis MediaMax 2010). Weitere Projekte: „Sehnsuchtsorte – Verschlossene Räume“, „Grenzenlos feiern“, „Mauerkinder und Widerstand“. u.a.. An weiteren Projekten war sie als Workshop-Leiterin beteiligt, wie z.B. „ROOTS-wo bin ich?“(kulturgymnastik e.V./2008), „Wer bin ich hier? Wer wär ich dort?“ (kulturgymnastik e.V.(2009/2010), u.a.

.girsch @ freispieler.org

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Evi KRUCKENHAUSER

seit 10/2011 postgraduales Masterstudium “Kunst im Kontext”
an der Universität der Künste Berlin
2009 Zertifikat für Erwachsenenbildung, Senatsverwaltung
für Bildung, Wissenschaft, Kunst Berlin
seit 2003 freischaffend tätig
1998 – 2003 Fachhochschule Salzburg: Multi Media Art;
Dipl.-Ing. MultiMediaArt; Erasmusstipendium
2000 – 2001 Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin:
Visuelle Kommunikation
1997/98 KunstUniversität Linz: Malerei und Grafik
1995/96 Meramec College/USA: Design
* 1975 in Österreich

2 Kinder

kruckenhauser @ freispieler.org
www.evikruckenhauser.de

 

Wer bin ich? Total transmedial

Bildschirmfoto 2016-08-03 um 09.49.44In unserem Projekt werden die teilnehmenden Jugendlichen aus Berlin-Weissensee die Gelegenheit haben, die verschiedenen Aspekte ihrer Persönlichkeit mit unterschiedlichen künstlerischen Methoden auszudrücken.
Sie befinden sich mitten in der Pubertät und damit in einer Zeit der Verwirrung, Identitätssuche und
Neuordnung. DIe Arbeit in den Workshops ermöglicht ihnen, diesen Weg in das Erwachsensein mit der Methode auszudrücken, die zu ihnen passt. Zunächst werden die Methodenvorgestellt und erklärt: Bühnenbild, Foto, Film/Trickfilm, Neue Medien, Schreiben, Zeichnen. Die Teilnehmer probieren die Methoden zu unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkte aus: z.B. Liebe, Freundschaft, Eltern, Zukunft, Schule. Sie entscheiden, wann sie sich mit welchem Thema beschäftigen und welche derentstandenen Werke bei einer Präsentation ausgestellt werden.

Förderer: PARITÄTischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V./Programm „Ich bin HIER!“
Partner: JFE Mahler20, Hagenbeck-Schule Weißenseekoew_foerderlogofeld_4quer_rgb

Wusch(t)räume – Präsentation

Das Schuljahr neigt sich rasant dem Ende zu und wir möchten Ihnen und Euch zeigen, was die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Ganztagsangebotes in der JFE Mahler 20 geschafft und geschaffen haben und wie sie sich mit dem Thema des Projektes auseinandergesetzt haben.

WANN: Mittwoch, den 30. Juni von 14 bis 16 Uhr
WO: JFE Mahler20, Mahlerstr.20 in Weißensee

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Lieblingsorte Präsentation

Liebe Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klasse 3c, liebe Freunde und Förderer,
wir möchten Sie und Euch ganz herzlich zu unserer Präsentation des Projektes „Lieblingsorte“ einladen!
Wann: Donnerstag, den 7. Mai, von 15 bis 17.00 Uhr
Wo: DAS HAUS, Weidenweg 62 HH, 10247 Berlin
Es werden die Boxen der Kinder gezeigt, in denen sie ihre fantastischen Lieblingsorte umgesetzt haben, Fotos der realistischen Lieblingsorte gezeigt und selbst animierte Trickfilme zum Thema.

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Lieblingsorte

Sequenz 03.Standbild001Seit April 2014 git es eine weitere Kooperation innerhalb des Programmes „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“. Die Justus-Liebig-Grundschule in Friedrichshain und DAS HAUS – Kinder- und Familienzentrum sind unsere Kooperationspartner für das Projekt:
-Lieblingsorte-
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen erforschen wir Lieblingsorte, Orte, die uns nerven und solche vor denen wir uns fürchten. Wir fotografieren sie für eine Ausstellung, bauen Modelle unserer selbst-erdachten Lieblingsorte, erfinden Geschichten dazu, die wir animieren.
Das Projekt findet voraussichtlich bis Ende 2016 statt.  Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und realisiert von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V.: Künste öffnen Welten.

Gefördert von:
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Achtung Lieblingsorte!

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In diesem Projekt werden Lieblingsorte mit Bannern markiert, ein Logo kreiert und das Design für die Banner gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern entwickelt. In einer künstlerischen Intervention treten wir in Kontakt mit AnwohnerInnen und konfrontieren sie mit der Inbesitznahme der Orte. Die Aktion wird fotografisch und filmisch dokumentiert. Ziel ist es, die Jugendlichen für ihre Umwelt/Umgebung zu sensibilisieren und ihnen eine Identifikation zu ermöglichen. Denn nur, was man liebt, will man auch schützen.

Gefördert von:

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Workshopleitung: Petra Girsch, Evi Kruckenhauser

Wie schön Du bist!

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Bei dem LKJ-Wettbewerb wurde unser Projekt „Wie schön Du bist…“ ausgewählt und gefördert!

Wie unterscheidet sich das Selbstbild der Mädchen von dem Bild, das z.B. ihre Mütter von ihnen und ihrer Schönheit haben? Ein Foto-Projekt, in dem Mädchen sich selbst inszenieren: SO bin ich schön! Die Mädchen arbeiten mit Orten, Requisiten, mit Rollen und mit Authentizität – eine Foto-Reise zu sich selbst.
Im Alter zwischen 10 und 17 Jahren beginnen die jungen Mädchen ihr Aussehen wahrzunehmen. Sie betrachten und vergleichen sich, finden sich manchmal schön und häufig nicht. Sie reflektieren ihr Äußeres und spiegeln sich – oft  in ihren Müttern.  Deshalb laden wir diese als Gäste ein und geben ihnen für einen begrenzten Zeitraum eine Kamera in die Hand, damit sie ihre Töchter fotografieren können, immer dann, wenn sie für sie schön sind. Die Fotos der Mädchen werden bei einer Ausstellung und in der Dokumentationsbroschüre einander gegenüber gestellt.

Förderer:

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„Wunsch(t)räume – Lebens(t)räume“

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Gemeinsam mit der JFE Mahler20 und der Hagenbeck-Schule in Weißensee führen wir bis einschließlich 2015 das Projekt „Wunsch(t)räume – Lebens(t)räume“ durch. Das Projekt findet innerhalb des Programmes „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ statt – gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und realisiert vom PARITÄTischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V./Programm „Ich bin HIER!“

In unserem Projekt werden die TeilnehmerInnen Ihre ganz persönlichen inneren Wunsch- und Lebens(t)räume erforschen, artikulieren und in Modelle und in Raumgestaltung übersetzen. Die Ideen und Konzepte werden in den Bezirk und Sozialraum gespiegelt und mit den Bewohnern diskutiert. Mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen und Methoden wird dies im Laufe von drei Schuljahren mit immer neuen TeilnehmerInnen – insbesondere SchülerInnen der Hagenbeck-Schule, die die Einrichtung von der Ganztagsbetreuung kennen, durchgeführt. Innere Lebensräume, das sind Wünsche und Sehnsüchte – verborgene Räume, zu denen uns die Kinder und Jugendlichen den Schlüssel geben. In einem Bezirk, in dem die Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit deutlich über dem Berliner Durchschnitt liegt, geht es auch um beruflich Lebens(t)räume, die Artikulation von Bedürfnissen und das Finden von Lebenskonzepten.

Förderer: PARITÄTischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V./Programm „Ich bin HIER!“
Partner: JFE Mahler20, Hagenbeck-Schule Weißensee

Jenny FISCHER

Kunst und Kraft – Workshops für einen Alltag mit Kunst

In meinen Projekten ermutige ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem freien Umgang mit Kunst und Kunstgeschichte. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche, deren Eltern und auch Senioren. Der Schwerpunkt liegt hier auf Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus sozial benachteiligten Zusammenhängen. Im Gespräch und über die künstlerische Praxis gibt es die Möglichkeit, unterschiedliche Themen zu bearbeiten. Dies betrifft u.a. die Sprach – und Sozialkompetenz, die Eltern-Kind-Bindung und die Berufsvorbereitung. Im Rahmen der Veranstaltungen können beispielsweise aus Ton Blumentöpfe geformt und bepflanzt werden,  Musikinstrumente aus Natur- und Alltagsmaterialien gebaut und bespielt werden, Papierfiguren fürs Figurentheater entstehen und noch vieles mehr entstehen.  Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da die Teilnehmer trotz des gegebenen Rahmens sehr frei mit den Materialien und Techniken umgehen dürfen, wird jedes Kunstwerk die Persönlichkeit des Einzelnen widerspiegeln.

Ausbildung: Kunsthistorikerin, Kunsttherapeutin

.fischer @ freispieler.org

Sehnsuchtsräume

Sehnsuchtsraum

In unserem Projekt „Sehnsuchtsräume“ haben sich Jugendliche aus Berlin-Weissensee künstlerisch mit ihren Sehnsüchten beschäftigt. Ein Sehnsuchtsort kann vieles sein: Ein geografischer Ort, ein Blick ein Gegenstand, eine Atmosphäre, eine Begegnung. Es ist ein Spiel mit Erinnerungen, Möglichkeiten und auch Erwartungen. Wir haben uns diesen noch verschlossenen Räumen zunächst in Gesprächen und dann gestalterisch genähert. Nach einer Inspirationsphase haben die Jugendlichen mit Kästen/“boxes“ im Sinne von Joseph Cornell gestalterisch ihre Ideen umgesetzt. Die Boxen waren aus Stoff (schwarz/weiß), Pappe oder Holz. Aus den vielfältigen Sehnsuchtsraumkonzepten wurden zwei ausgewählt, um sie in einen leerstehenden Bauwagen auf dem Schulgelände der Hagenbeck-Schule zu bauen: „Superman“ und „Preisverleihung Eiskunstlauf“. Die fertigen „boxes“ wurden in Treibhausähnlichen Glasvitrinen auf dem Schulhof ausgestellt. Nach Abschluss des Projektes gab es eine öffentliche Präsentation für die die Teilnehmer eine Führung entwickelten.

 

Idee, Konzept, Projektleitung: Petra Girsch
Workshopleitung: Petra Girsch, Ricarda Hüsgen
Gestaltung: Evi Kruckenhauser
Kooperationspartner:
Hagenbeck-Schule
Förderer:
Aktion Mensch
Stiftung Berliner Sparkasse
Hagenbeck-Schule

Wer gehört zu mir – Die Familienbox

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In „Wer gehört zu mir? Die Familienbox“ setzen sich die teilnehmenden Kinder mit dem Begriff „Familie“ auseinander und schärfen ihre eigene Wahrnehmung zum Thema.

Wir wollen herauskriegen, wen Kinder heutzutage zu ihrer Familie zählen: In Berlin trifft die hippe Patchwork-Familie auf die Großfamilien der Migranten. Wie nehmen Kinder heutzutage Familie wahr? Wen zählen sie selbst zu ihren Familienmitgliedern und wie war das bei ihren Eltern und Großeltern?

In den Workshops erstellen die Kinder ihre eigene Familienbox. Wer und was da rein kommt, bestimmen sie selbst: Zeichnungen, Bilder, Stammbäume, Fotos aber auch kleine Filme, Interviews oder erzählte Geschichten und Texte. Alles, was für sie ihre Familie beschreibt, kommt in ihre ganz persönliche Familienbox, bei der sie bestimmen, wer hineinschauen darf.

Wir möchten den Teilnehmern ermöglichen, sich aktiv mit ihrer Familiensituation auseinanderzusetzen; forschend, erkennend und wünschend.

Der JFSB hat das Projekt in seiner Fördermittelentscheidung vom 8.4.2011 als „Beste Idee“ ausgezeichnet.

Konzept/Projektleitung: Petra Girsch, www.freispieler.org
Workshopleitung: Petra Girsch, Anne Klähn, Evi Kruckenhauser
web/Gestaltung: Evi Kruckenhauser

Presse: Berliner Morgenpost vom 1. Mai 2011, Berliner Woche vom 22.6.2011

Förderer:
außerschulisch:

JFSB (Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin)
Aktion Mensch
Stiftung Berliner Sparkasse
innerschulisch:
Franz-Schubert-Grundschule Neukölln
n+ Bürgerstiftung Neukölln
DKHW (Deutsches Kinderhilfswerk)

Kooperationspartner:
Grüner Campus Malchow, Lichtenberg
Ludwig-Hoffmann-Schule, Friedrichshain
Karl-Weise-Schule, Neukölln
Grundschule am Arkonaplatz, Mitte
Haus der Familie/Kleiner Fratz e.V.

1. Gemeinschaftsschule Neukölln (Campus Rütli)

Ausführlicher link: http://familienbox.wordpress.com/

Patchwork Neukölln

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Das traditionelle Kunsthandwerk Patchwork verbindet verschiedenste Stoffe und Materialien zu einem Gesamtkunstwerk. Traditionell wird hierbei emotionalen, familiären und historischen Themen Ausdruck verliehen. Patchwork soll hier beispielhaft für das Zusammensetzen der so unterschiedlichen Lebenswelten Neuköllns (sozialer Brennpunkt, Multikulti, Anziehungspunkt für Intellektuelle, Künstler und Kulturschaffende), seiner Geschichte und seines heutigen Gesichtes stehen. Das entstandene Kunstwerk wird die Möglichkeit verbildlichen, dass Unterschiede und Ambivalenzen zusammengefügt und nebeneinander sich bereichern und ergänzen können.

Mittels Kiezspaziergängen wird den Kindern die Geschichte und Bedeutung ihres Lebensraumes gezeigt. Musik, Gerüche, Gerichte – Natur, alte Bausubstanz, Verkehr, Geschäfte – Kleidung, Farben, Traditionen und Merkwürdigkeiten. Die Kinder dokumentieren ihre Erlebnisse mittels Foto- und Tonaufnahmen. In Anlehnung an das Kunsthandwerk des Patchworks werden diese Dokumente auf Grundlage des Gebietsplanes aneinander gefügt.

Gebietsplan und Ergebnisse der Kinder werden parallel im Rahmen des Elterncafes der Kindervilla gezeigt. Eltern, Nachbarn und Interessierte werden mit ihrem Lebensraum durch den unvoreingenommenen Blick der Kinder konfrontiert und dazu motiviert eine klassische Patchworkdecke zu gestalten, die das Gesicht des Gebietes wiederspiegelt. In diesem Rahmen wird ein Austausch über Wahrnehmung, Erfahrungen, Ängste und Vorbehalte, vor allem aber das Potenzial des Gebietes und die persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten stattfinden.

 

Idee, Konzept, Projektleitung: Jenny Fischer
Kooperationspartner: Kindervilla der Naturfreundejugend e.V., Wissmannstr. 31, 12049 Berlin
Förderer: Projektfonds Kulturelle Bildung