Kategorie-Archiv: 2012

Sehnsuchtsräume

Sehnsuchtsraum

In unserem Projekt „Sehnsuchtsräume“ haben sich Jugendliche aus Berlin-Weissensee künstlerisch mit ihren Sehnsüchten beschäftigt. Ein Sehnsuchtsort kann vieles sein: Ein geografischer Ort, ein Blick ein Gegenstand, eine Atmosphäre, eine Begegnung. Es ist ein Spiel mit Erinnerungen, Möglichkeiten und auch Erwartungen. Wir haben uns diesen noch verschlossenen Räumen zunächst in Gesprächen und dann gestalterisch genähert. Nach einer Inspirationsphase haben die Jugendlichen mit Kästen/“boxes“ im Sinne von Joseph Cornell gestalterisch ihre Ideen umgesetzt. Die Boxen waren aus Stoff (schwarz/weiß), Pappe oder Holz. Aus den vielfältigen Sehnsuchtsraumkonzepten wurden zwei ausgewählt, um sie in einen leerstehenden Bauwagen auf dem Schulgelände der Hagenbeck-Schule zu bauen: „Superman“ und „Preisverleihung Eiskunstlauf“. Die fertigen „boxes“ wurden in Treibhausähnlichen Glasvitrinen auf dem Schulhof ausgestellt. Nach Abschluss des Projektes gab es eine öffentliche Präsentation für die die Teilnehmer eine Führung entwickelten.

 

Idee, Konzept, Projektleitung: Petra Girsch
Workshopleitung: Petra Girsch, Ricarda Hüsgen
Gestaltung: Evi Kruckenhauser
Kooperationspartner:
Hagenbeck-Schule
Förderer:
Aktion Mensch
Stiftung Berliner Sparkasse
Hagenbeck-Schule

Wer gehört zu mir – Die Familienbox

familienbox

In „Wer gehört zu mir? Die Familienbox“ setzen sich die teilnehmenden Kinder mit dem Begriff „Familie“ auseinander und schärfen ihre eigene Wahrnehmung zum Thema.

Wir wollen herauskriegen, wen Kinder heutzutage zu ihrer Familie zählen: In Berlin trifft die hippe Patchwork-Familie auf die Großfamilien der Migranten. Wie nehmen Kinder heutzutage Familie wahr? Wen zählen sie selbst zu ihren Familienmitgliedern und wie war das bei ihren Eltern und Großeltern?

In den Workshops erstellen die Kinder ihre eigene Familienbox. Wer und was da rein kommt, bestimmen sie selbst: Zeichnungen, Bilder, Stammbäume, Fotos aber auch kleine Filme, Interviews oder erzählte Geschichten und Texte. Alles, was für sie ihre Familie beschreibt, kommt in ihre ganz persönliche Familienbox, bei der sie bestimmen, wer hineinschauen darf.

Wir möchten den Teilnehmern ermöglichen, sich aktiv mit ihrer Familiensituation auseinanderzusetzen; forschend, erkennend und wünschend.

Der JFSB hat das Projekt in seiner Fördermittelentscheidung vom 8.4.2011 als „Beste Idee“ ausgezeichnet.

Konzept/Projektleitung: Petra Girsch, www.freispieler.org
Workshopleitung: Petra Girsch, Anne Klähn, Evi Kruckenhauser
web/Gestaltung: Evi Kruckenhauser

Presse: Berliner Morgenpost vom 1. Mai 2011, Berliner Woche vom 22.6.2011

Förderer:
außerschulisch:

JFSB (Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin)
Aktion Mensch
Stiftung Berliner Sparkasse
innerschulisch:
Franz-Schubert-Grundschule Neukölln
n+ Bürgerstiftung Neukölln
DKHW (Deutsches Kinderhilfswerk)

Kooperationspartner:
Grüner Campus Malchow, Lichtenberg
Ludwig-Hoffmann-Schule, Friedrichshain
Karl-Weise-Schule, Neukölln
Grundschule am Arkonaplatz, Mitte
Haus der Familie/Kleiner Fratz e.V.

1. Gemeinschaftsschule Neukölln (Campus Rütli)

Ausführlicher link: http://familienbox.wordpress.com/

Patchwork Neukölln

patchworkweb

Das traditionelle Kunsthandwerk Patchwork verbindet verschiedenste Stoffe und Materialien zu einem Gesamtkunstwerk. Traditionell wird hierbei emotionalen, familiären und historischen Themen Ausdruck verliehen. Patchwork soll hier beispielhaft für das Zusammensetzen der so unterschiedlichen Lebenswelten Neuköllns (sozialer Brennpunkt, Multikulti, Anziehungspunkt für Intellektuelle, Künstler und Kulturschaffende), seiner Geschichte und seines heutigen Gesichtes stehen. Das entstandene Kunstwerk wird die Möglichkeit verbildlichen, dass Unterschiede und Ambivalenzen zusammengefügt und nebeneinander sich bereichern und ergänzen können.

Mittels Kiezspaziergängen wird den Kindern die Geschichte und Bedeutung ihres Lebensraumes gezeigt. Musik, Gerüche, Gerichte – Natur, alte Bausubstanz, Verkehr, Geschäfte – Kleidung, Farben, Traditionen und Merkwürdigkeiten. Die Kinder dokumentieren ihre Erlebnisse mittels Foto- und Tonaufnahmen. In Anlehnung an das Kunsthandwerk des Patchworks werden diese Dokumente auf Grundlage des Gebietsplanes aneinander gefügt.

Gebietsplan und Ergebnisse der Kinder werden parallel im Rahmen des Elterncafes der Kindervilla gezeigt. Eltern, Nachbarn und Interessierte werden mit ihrem Lebensraum durch den unvoreingenommenen Blick der Kinder konfrontiert und dazu motiviert eine klassische Patchworkdecke zu gestalten, die das Gesicht des Gebietes wiederspiegelt. In diesem Rahmen wird ein Austausch über Wahrnehmung, Erfahrungen, Ängste und Vorbehalte, vor allem aber das Potenzial des Gebietes und die persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten stattfinden.

 

Idee, Konzept, Projektleitung: Jenny Fischer
Kooperationspartner: Kindervilla der Naturfreundejugend e.V., Wissmannstr. 31, 12049 Berlin
Förderer: Projektfonds Kulturelle Bildung