Kategorie-Archiv: 2009

Hörflaneur

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In unserer medialisierten oft von anderen durchorganisierten Welt hat man oft kein Bild und keinen Klang mehr von der Stadt wie sie ist, sondern nur wie sie sich darstellt.

Neun Schüler des Leibniz Gymnasiums waren von 5.1.-8.1.10 mit Kamera und Field-Recorder unterwegs, um Klänge und Bilde einzelner Berliner Bezirke aufzuspüren. Danach wurde das gesammelte Material am Rechner arrangiert. Es entstand die DVD “Hörflaneur” mit fast durchwegs technoiden Musik/Bildcollagen. Im Idealfall schafften die Schüler es, das Wesen und den Rythmus des jeweiligen Bezirkes widerzuspiegeln.

Ging es beim Projekt “Ich sehe, was du nicht hörst!” um die eigenen Projektionen auf die Stadt durch Kopfhörer und MP3, stellte “Hörflaneur” sich die Frage, wie Stadt klingt und aussieht. Die Ergebnisse könnten gegensätzlicher nicht sein: weich/hart, innen/außen, Projektion/Realität.

Idee, Konzept, Realisation: © Evi Kruckenhauser 2009
Förderer: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung/2. Jahreshälfte 2009.
Kooperationspartner: Leibnitz-Oberschule, Kreuzberg

Hörflaneur (Ausschnitt) from e k on Vimeo.

Mauerkinder und Widerstand

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.„Mauerkinder und Widerstand“ ist eine Weiterführung des Projektes „Mein Leben am Mauerstreifen“ aus dem Vorjahr. Auch in diesem Jahr 2009 können wieder Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren die Geschichte des Mauerbaus und – falls möglichst direkt erfahren.

Wir stellen Fotos aus der Vergangenheit in der Gegenwart nach und erarbeiten dazu eine Ausstellung. Mit Kunstaktionen versuchen wir, den Menschen auf der Straße noch einmal das Gefühl der plötzlichen „Abgeschnittenheit“ nachempfinden zu lassen und wir wollen wissen, was sie dabei bewegt.

Außerdem sprechen wir mit Zeitzeugen, die den Mauerbau erlebt haben, aber ganz besonders auch die „Friedliche Revolution“. Denn auf die Frage „Warum habt Ihr das mit Euch machen lassen?“, die ein Teilnehmer in dem Vorläuferprojekt dem Zeitzeugen Jörg Hildebrandt stellte, folgt die Erkenntnis, dass man mit gewaltfreiem Widerstand eine Menge erreichen kann. Wie das 1989 ging möchten wir erfahren.

Die Teilnehmer des Projektes werden außerdem wieder in Interviewtechnik und Kameraführung geschult und dokumentieren das gesamte Projekt mit einer Kamera.

Projektleitung: Petra Girsch, realisiert über Kulturgymnastik e.V. 2009
Förderer: Jugend- und Familienstiftung Berlin, Kreuzberger Kinderstiftung
Preis: KIKA, „Hier ist ein Platz für Helden“

Grenzenlos Feiern

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Erntedankfest. Bayram. Chanukka. St. Martin.

Transkultur: Was ist das? Die vielen Kulturen in einer Großstadt wie Berlin leben neben- und miteinander und manchmal entsteht durch die Vermischung etwas Neues. Der Schwerpunkt unseres Projektes liegt in der Dokumentation von Festen: religiöse Familienfeste und/oder Straßenfeste. Wir wollen herausfinden, ob sich die Festkultur im Sinne einer Transkulturalität bereits verändert hat. Wie ist es beispielsweise mit dem Ramadanfest zum Abschluss des Ramadan? Auch Kinder nicht-muslimischer Herkunft, die in Kreuzberger Kitas gehen, erleben oft die schönen und leckeren Seiten des „Zuckerfestes“. Das Straßenfest: Wer tanzt mit wem und zu welcher Musik? Feiert jede Gruppe für sich? Chanukka ist für uns inzwischen ein Weihnachtsfest/ -markt jüdischer Prägung, an dem auch Menschen nicht-jüdischer Herkunft willkommen sind. Wir wollen außerdem die religiösen Feste der verschiedenen Kulturen und deren Hintergründe besser kennen lernen.
Ergebnis des Projektes ist ein kurzer Film, Blog und eine Broschüre.

Idee, Konzept, Projektleitung: Petra Girsch; realisiert über Kulturgymnastik e.V., 2009
Förderer: LKJ, Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Berlin e.V.