Andrea MOELLMANN

„Eigentlich“ bin ich Ernährungswissenschaftlerin und arbeite im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention.

Bei den Freispielerinnen engagiere ich mich z. Zt. als Vorstandsfrau und Netzwerkerin, unterstütze bei der Suche nach Fördermitteln, etc.

An den Projekten meiner Mitspielerinnen fasziniert mich die Kreativität, mit der unterschiedliche Themen immer wieder neue, überraschende Facetten erhalten und die hohe Ernsthaftigkeit mit der die Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken der beteiligten kleinen und großen Menschen behandelt werden.

Und wer weiß, vielleicht setze ich ja auch irgendwann einmal eine Freispieler-Idee in die Tat um…

moellmann @ freispieler.org

Warum essen die nix?

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Fasten und Feiern

Das Fasten ist in allen Weltreliglionen ein wichtiges Ritual. Der Verzicht, innere Einkehr und das Erleben in der Gemeinschaft steht hier im Vordergrund. In einer Stadt wie Berlin treffen viele Kulturen und Religionen aufeinander und so können wir in diesem Projekt das Fasten und das anschließende Feiern (Fastenbrechen) aus nächster Nähe kennen lernen. Die teilnehmenden Kinder schließen Fasten-Vereinbarungen, sie kochen Fastenspeisen miteinander, sie machen Interviews zum Thema und feiern ihre eigenen Feste. Außerdem dokumentieren sie mit der Kamera das gesamte Projekt. Zum Schluß präsentieren wir eine Ausstellung mit Film, Fotos und Objekten.

Idee, Konzept, Projektleitung: Petra Girsch; realisiert über Kulturgymnastik e.V. 2010

Kooperationspartner: Grundschule am Arkonaplatz
Förderer: Projektfonds kulturelle Bildung, Deutsches Kinderhilfswerk, Kreuzberger Kinderstiftung

Preis: Mediamax 2010

Projektwebsite: warumessendienix.de.vu

Waldemar sucht Kinderhaus

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.Im Juli 2009 wurden 72 Kinder des Kinderhaus Waldemar von einem Tag auf den anderen obdachlos. Aus der geplanten Fassaden- und Dachrenovierung wurde auf Grund von festgestelltem Schwamm eine Totalsanierung. An eine baldige Rückkehr war nicht mehr zu denken. Die Kinder wurden in div. Kinderläden (not)stationiert. Die Gruppen waren getrennt, die Kinder verunsichert – nichts ist mehr so wie es war.
In den Kindern wuchs eine Sehnsucht nach „ihrem“ Kinderhaus – das Feyerabendhaus/Teil des Bethanienkomplexes.
Mit dem Projektes „Waldemar sucht Kinderhaus“ begann eine visuelle und akustische Suche nach Geschichte und Gegenwart des 132 Jahre alten „Feyerabendhaus“ bzw. des Bethanienkomplexes. Entstanden ist ein 13 min. Film bestehend aus Archivmaterial, Interviews und Dokumentationsmaterial.

Idee, Konzept, Realisation: © Evi Kruckenhauser 2010
Workshopleitung: Evi Kruckenhauser, Jenny Fischer
Förderer: Quartiersmanagement Mariannenplatz (gefördert aus Mitteln der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“)
Kooperationspartner: Kinderhaus Waldemar, Kreuzberg

Kunst macht stark

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Ein Werkstattprojekt zur Förderung der frühkindlichen Bildung

Die Idee ist, dass jedes Kind über die notwendigen Fähigkeiten verfügt, sich in der Welt zu recht und seinen persönlichen Platz zu finden. Um die Kinder in dieser elementaren Phase zu unterstützen werden Angebote geschaffen, in denen sie diese ureigenen Fähigkeiten in einem besonderen (künstlerisch-kreativen) Rahmen zu erproben, kennenlernen und nutzbar zu machen.
Die Kindern wurden mit verschiedenen Farben und Materialien konfrontiert, mit denen sie experimentieren konnten. Gleichzeitig wurde ihre Fantasie angesprochen, indem sie dazu angeregt wurden, sich Geschichten, Situationen und Möglichkeiten auszudenken. So ist die Farbe nicht nur Farbe, Material nicht nur Material. Es werden Assoziationen geweckt. Blau ist der Himmel, blau ist kalt, blau ist Freiheit. Ton ist weich und kalt und auch warm, spröde und so viel mehr. Mehl, Hülsenfrüchte, Gewürze, wie fühlt sich das an, wie riecht denn das.
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Konzept/Projekt- und Workshopleitung: Jenny Fischer
Kooperationspartner: Kita Hasenheide, Urbanstr. 48K,10967 Berlin
Förderer: STM GEKKO Düttmann-Siedlung, Soziale Stadt

Sehnsuchtsorte

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Verschlossene Räume

In diesem Projekt machen wir mit den Jugendlichen eine Reise zu ihren „verschlossenen Räumen“ im Inneren und zu ihren ganz persönlichen Sehnsüchten.
Ein Sehnsuchtsort kann vieles sein: Ein geografischer Ort, ein Blick, ein Gegenstand, eine Atmosphäre, eine Begegnung. Es ist ein Spiel mit Erinnerungen, Möglichkeiten und auch Erwartungen. Die Jugendlichen werden mit uns Spaziergänge durch ihren Kiez, auf Flohmärkte und durch Trödelläden machen und dort nach Gegenständen suchen, die ihre Sehnsuchtsorte darstellen und bebildern können. Nach einer Inspirationsphase werden sich die Jugendlichen mit Kästen/“boxes“ im Sinne von Joseph Cornell gestalterisch ihren Ideen nähern und umsetzen. Dies sind Holzkästen, oft mit einer Glasscheibe versehen, in denen die gesammelten Gegenstände platziert werden. Am Schluss des Projekts stehen eine Ausstellung der boxes in den Räumen von kulturgymnastik e.V. sowie eine Broschüre zur Dokumentation des Projektes.

Idee, Konzeption, Projektleitung: Petra Girsch über Kulturgymnastik e.V., 2010
Workshopleitung: Ricarda Hüsgen
Förderer: LKJ (Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Berlin e.V.)

Hörflaneur

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In unserer medialisierten oft von anderen durchorganisierten Welt hat man oft kein Bild und keinen Klang mehr von der Stadt wie sie ist, sondern nur wie sie sich darstellt.

Neun Schüler des Leibniz Gymnasiums waren von 5.1.-8.1.10 mit Kamera und Field-Recorder unterwegs, um Klänge und Bilde einzelner Berliner Bezirke aufzuspüren. Danach wurde das gesammelte Material am Rechner arrangiert. Es entstand die DVD “Hörflaneur” mit fast durchwegs technoiden Musik/Bildcollagen. Im Idealfall schafften die Schüler es, das Wesen und den Rythmus des jeweiligen Bezirkes widerzuspiegeln.

Ging es beim Projekt “Ich sehe, was du nicht hörst!” um die eigenen Projektionen auf die Stadt durch Kopfhörer und MP3, stellte “Hörflaneur” sich die Frage, wie Stadt klingt und aussieht. Die Ergebnisse könnten gegensätzlicher nicht sein: weich/hart, innen/außen, Projektion/Realität.

Idee, Konzept, Realisation: © Evi Kruckenhauser 2009
Förderer: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung/2. Jahreshälfte 2009.
Kooperationspartner: Leibnitz-Oberschule, Kreuzberg

Hörflaneur (Ausschnitt) from e k on Vimeo.

Mauerkinder und Widerstand

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.„Mauerkinder und Widerstand“ ist eine Weiterführung des Projektes „Mein Leben am Mauerstreifen“ aus dem Vorjahr. Auch in diesem Jahr 2009 können wieder Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren die Geschichte des Mauerbaus und – falls möglichst direkt erfahren.

Wir stellen Fotos aus der Vergangenheit in der Gegenwart nach und erarbeiten dazu eine Ausstellung. Mit Kunstaktionen versuchen wir, den Menschen auf der Straße noch einmal das Gefühl der plötzlichen „Abgeschnittenheit“ nachempfinden zu lassen und wir wollen wissen, was sie dabei bewegt.

Außerdem sprechen wir mit Zeitzeugen, die den Mauerbau erlebt haben, aber ganz besonders auch die „Friedliche Revolution“. Denn auf die Frage „Warum habt Ihr das mit Euch machen lassen?“, die ein Teilnehmer in dem Vorläuferprojekt dem Zeitzeugen Jörg Hildebrandt stellte, folgt die Erkenntnis, dass man mit gewaltfreiem Widerstand eine Menge erreichen kann. Wie das 1989 ging möchten wir erfahren.

Die Teilnehmer des Projektes werden außerdem wieder in Interviewtechnik und Kameraführung geschult und dokumentieren das gesamte Projekt mit einer Kamera.

Projektleitung: Petra Girsch, realisiert über Kulturgymnastik e.V. 2009
Förderer: Jugend- und Familienstiftung Berlin, Kreuzberger Kinderstiftung
Preis: KIKA, „Hier ist ein Platz für Helden“

Grenzenlos Feiern

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Erntedankfest. Bayram. Chanukka. St. Martin.

Transkultur: Was ist das? Die vielen Kulturen in einer Großstadt wie Berlin leben neben- und miteinander und manchmal entsteht durch die Vermischung etwas Neues. Der Schwerpunkt unseres Projektes liegt in der Dokumentation von Festen: religiöse Familienfeste und/oder Straßenfeste. Wir wollen herausfinden, ob sich die Festkultur im Sinne einer Transkulturalität bereits verändert hat. Wie ist es beispielsweise mit dem Ramadanfest zum Abschluss des Ramadan? Auch Kinder nicht-muslimischer Herkunft, die in Kreuzberger Kitas gehen, erleben oft die schönen und leckeren Seiten des „Zuckerfestes“. Das Straßenfest: Wer tanzt mit wem und zu welcher Musik? Feiert jede Gruppe für sich? Chanukka ist für uns inzwischen ein Weihnachtsfest/ -markt jüdischer Prägung, an dem auch Menschen nicht-jüdischer Herkunft willkommen sind. Wir wollen außerdem die religiösen Feste der verschiedenen Kulturen und deren Hintergründe besser kennen lernen.
Ergebnis des Projektes ist ein kurzer Film, Blog und eine Broschüre.

Idee, Konzept, Projektleitung: Petra Girsch; realisiert über Kulturgymnastik e.V., 2009
Förderer: LKJ, Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Berlin e.V.

Ich sehe, was du nicht hörst!

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Der Anblick von abwesend wirkenden Menschen mit kleinen Ohrstöpseln ist allgegenwärtig mit Tendenz steigend. Wieso ziehen sich Menschen in ihre private Hör- und Sehwelt zurück? Wie verändert diese Gewohnheit den Alltag und den urbanen, sozialen Raum?

Mit diesem Projekt wurde die veränderte Wahrnehmung durch das Kopfhören theoretisch und praktisch untersucht und durch Animation künstlerisch umgesetzt. Die Jugendlichen erschlossen ihr kreatives Potential durch einen Alltagsgegenstand und hinterfragten gleichzeitig das Kopfhören kritisch.

Das Ergebnis ist eine 13-minütige filmische Dokumentation, bestehend aus Animation und Reflektion.
Auch nach Abschluss des Projektes wird diese ihren Alltag weiter begleiten.

Idee, Konzept, Realisation: © Evi Kruckenhauser 2008
Förderer: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
Kooperationspartner: Leibnitz-Oberschule, Kreuzberg

Ich sehe, was du nicht hörst! (Ausschnitt) from e k on Vimeo.

Mein Leben am Mauerstreifen

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Kinder der Arkona-Schule wollten mehr über ihren Kiez wissen. Wo verlief die Mauer, wie hoch war sie, warum stand sie da?

In ihrem Alltag überqueren die Kinder den Mauerstreifen täglich: Auf ihrem Weg zur Schule, zu Freunden, zum Einkaufen. Wir haben uns mit dem Thema filmisch auseinandergesetzt, d.h. erstmal Interviewtechnik und Kameraführung gelernt. Eine extra Kinderführung an der Gedenkstätte Berliner Mauer verschaffte uns noch mehr Hintergrundwissen, sodass wir zwei Interviews mit Zeitzeugen gut vorbereitet führen konnten. Aus dem gedrehten Material wurde ein zehnminütiger Dokumentarfilm geschnitten, für den die Teilnehmer auch einen Sprechertext erarbeiteten, den sie auch selber einsprachen.

Projektleitung: Petra Girsch, realisiert über Kulturgymnastik e.V. 2008
Förderer: Stiftung Demokratische Jugend, Zeitensprünge, respectabel

Anka THEISING

Anka Theising (*1968) ist Heilerzieherin, Diplom-Kulturpädagogin und Theaterpädagogin BuT. Sie hat langjährige Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von insbesondere Theaterprojekten mit unterschiedlichen Zielgruppen im In- und Ausland. Während eines mehrjährigen Aufenthaltes in Botswana machte sie eine Fortbildung zum Monkeynastix Instructor und unterrichtete 2,5 Jahre auf Englisch dieses Bewegungs- und Gesundheitsprogramm für 3-8jährige Kinder in Kindergärten und Schulen in der Hauptstadt Gaborone. Zurück in Deutschland begann sie 2007 zunächst als Frühenglischlehrerin für eine private Bildungseinrichtung in Berlin zu arbeiten und übernahm wenig später auch für mehrere Jahre die pädagogische Leitung des Frühenglischbereichs. 2012 machte Anka Theising sich als Kulturpädagogin und Kulturmanagerin selbständig und fand so auch zu Freispieler e.V. In Zusammenarbeit mit dem Vereinsmitglied Jenny Fischer und dem QM Flughafenstrasse führt sie im Schulhalbjahr 2012/13 das Projekt „Patchwork Neukölln“ durch. Neben einer Vetretungstätigkeit als Frühenglischlehrerin in Berliner Kitas sowie als Heilerzieherin in Neuköllner Einrichtungen der Lebenshilfe, plant sie weitere Projekte im Bereich der (inter)kulturellen Bildung, vorzugsweise in Neukölln. Als künstlerische Medien können dabei Theater, Bewegung, (Kreis)Tanz, Sprache und Kunst/handwerk zum Einsatz kommen. Synergien mit anderen Vereinsmitglieder sind nicht nur möglich, sondern auch erwünscht!

 Theising @ freispieler.org